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Tipps

1. Gutes Kochen beginnt bereits beim Einkaufen

Die Entscheidung, ob ein Rezept gelingt oder nicht, treffen wir bereits beim Einkauf. Nur allzu oft landen hier bereits falsche Zutaten oder minderwertige Waren im Einkaufskorb. Jedes Gericht kann nur so gut sein, wie die Zutaten und Gewürze, welche verwendet werden. Aus diesem Grund sollten gerade Neulinge darauf achten, qualitativ hochwertige Produkte in den Einkaufskorb zu legen, anstatt nur auf den Preis zu achten. Gerade bei Obst und Gemüse entscheidet zum Beispiel der Reifegrad über Geschmack und Aroma. Unreife Früchte können einem Gericht etwa einen unerwünschten Beigeschmack verleihen. Einige Früchte können unter Umständen noch nachreifen, wie zum Beispiel Äpfel, Aprikosen oder Avocados.


Tipps Um die Frische von Obst oder Gemüse richtig beurteilen zu können, helfen ein paar Tipps, die nach einiger Zeit sicher automatisch angewendet werden. Früchte sollten immer eine intensive Farbe aufweisen und ein angenehmes Aroma versprühen. Welke Blätter oder beschädigte Wurzeln weisen immer daraufhin, dass sie bereits seit einiger Zeit lagern und bereits einen Teil ihrer Frische verloren haben. Gleiches gilt für Fleisch. Je kräftiger die Farbe, umso besser.

Rindfleisch sollte immer eine tiefrote Färbung aufweisen und mit feinen Fasern durchsetzt sein. Schweinefleisch ist etwas heller und Geflügel sollte immer ein frisches Rosa aufweisen. Am wichtigsten ist Qualität bei Fisch. Hier erkennt man die Frische daran, dass die Augen noch vollkommen klar sind und die Kiemen eine hellrosa Farbe aufweisen. Außerdem sollten sie noch sehr fest sein und der Fisch nicht unangenehm riechen. Wenn diese Grundregeln beachtet werden, wird jeder beim kochen viel Freude haben und kann sicher sein, seinem Körper nur beste Zutaten zu bieten.


2. Die wichtigsten Garmethoden

Für das perfekte Essen sind nicht nur die passenden Zutaten von großer Bedeutung. Es ist fast genauso wichtig, die richtige Zubereitungsmethode zu wählen. Denn wenn beispielsweise ein Schmorbraten zu lange gebraten wird, kämpfen die Gäste eher mit einem zähen Stück Schuhsohle als mit einem zarten Stück Braten. Insbesondere die Garzeit und die Gartemperatur spielen entsprechend eine wichtige Rolle. Wird Gemüse zu lange gekocht, verliert es schnell an Inhaltsstoffen, Konsistenz und Aroma. Fleisch hingegen trocknet aus und wird zäh. Deshalb sollte immer mit einer hohen Temperatur angekocht oder gebraten werden und zum Fertiggaren eine niederigere Stufe gewählt werden.

Speziell wenn es um schonende Garmethoden geht, eignen sich das Dämpfen und Dünsten besonders. Letzteres wird gern bei kleinem Gemüse, Fisch und zartem Fleisch und Obst angewandt. Einfach alles in einen Topf oder eine Pfanne mit etwas Fett sowie Flüssigkeit geben und den Deckel fest verschließen. Nach Möglichkeit sollte eine Temperatur von 100° Grad dabei nicht ganz erreicht werden. Für das Dämpfen Kartoffeln, Klöße oder Blumenkohl einfach in einen Topf mit Siebeinsatz geben und das Wasser um den Siedepunkt verkochen lassen. Gegart wird durch den aufsteigenden Dampf. Da beim Kochen verschiedene Inhaltsstoffe in das Wasser abgegeben werden, kann es für Brühe oder Suppen verwendet werden.

Fleisch wird fast immer gebraten oder geschmort. Da hier so gut wie kein Wasser verwendet wird, bezeichnet man diese Kochmethoden auch als trockenes Garen. Das Schmoren dient vor allem dazu, um sehr bindegewebsreiche Fleischstücke zu verarbeiten. Hierzu wird das Gargut einfach kräftig anbraten und anschließend im Niedrigtemperaturbereich weiter gegart. Normales Braten eignet sich vor allem dann, wenn bindegewebsarmes Fleisch, Gemüse oder verschiedene Fischsorten zubereitet werden sollen. Einfach alles mit etwas Öl oder Fett in eine Pfanne geben und bei 140°Celsius – 200°Celsius braten.


3. Nur eine schonende Zubereitung erhält die Inhaltsstoffe

Die besten Zutaten nützen nichts, wenn aufgrund von Fehlern oder mangelnder Erfahrung Beilagen oder die Hauptkomponente durch zu lange Garzeiten oder hohe Temperatur einfach verkocht werden. Gemüse, Obst und Kartoffeln sollten immer erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden. So bleiben Aroma und Inhaltsstoffe am Besten erhalten. Um die Vitamine zu erhalten sollten Früchte nur kurz und sorgfältig gewaschen, aber nie zu stark gewässert werden. Hierdurch laugen sie nur unnötig aus und verlieren an Wert.

Obst oder Gemüse sollten nur in Ausnahmefällen geschält werden, da die Schale das Innere schützt und viele der Inhaltstoffe im Fruchtfleisch hält. Ebenfalls sollten die Garzeiten genau eingehalten und immer auf die richtige Temperatur geachtet werden, da zu viel Hitze die chemische Bindung der Vitamine zerstört. Am schonendsten lassen sich gerade frische Lebensmittel durch Dämpfen, Dünsten oder Schmoren zubereiten.

Für das Dünsten sollte man am besten mehrere Esslöffel Butter in einem Topf zergehen lassen und das Gemüse dazugeben. Nach wenigen Augenblicken sollte sich etwas Flüssigkeit gesammelt haben und die Temperatur kann herunter geschaltet werden. Nach dem Ankochen gart der Inhalt des Topfes durch die Restwärme durch. Bei sehr wasserarmen Gemüse sollte man ausreichend Flüssigkeit hinzugeben. Beim Dämpfen hingegen wird etwas Wasser in einen Topf gefüllt und die Lebensmittel mit dem Siebeinsatz darüber positioniert. So kommen sie nicht mit dem Wasser in Berührung und bleiben länger in Form.


4. Erst die richtigen Gewürze machen ein Gericht perfekt

Kaum ein Gericht wird ohne sie gelingen. Fehlen Gewürze, verwandelt sich selbst das anspruchsvollste Rezept in ein fades Fleisch- oder Fischgericht. Dabei ist es nicht gerade einfach, die richtige Menge zu finden. Zwar werden bei den meisten Zubereitungstipps die empfohlenen Gewürze zusammen mit ihren notwendigen Mengen angegeben. Allerdings unterscheiden sich Geschmacksempfinden und Wahrnehmung des Einzelnen gegenüber den Gewürzen.

Aus diesem Grund gilt gerade für Neulinge eine Regel, welche selbst ein erfahrener Hobbykoch auch noch nach vielen Jahren noch beachtet: Es sollte anfänglich nur mit sehr wenig Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen abgeschmeckt werden. Die Beigabe sollte sich dabei nur langsam steigern, bis die passende Würze erreicht ist. Ein Kartoffelpüree lässt sich zum Beispiel ohne weiteres mit etwas gemahlener Muskatnuss geschmacklich verbessern und erhält auf diese Art ein besonderes, nussiges Aroma.

Je nach gewünschter Geschmacksrichtung sollten die einzelnen Gewürze immer wieder variiert werden, da sich nicht alle Zutaten miteinander vertragen und ohne weiteres mischen lassen. Speziell beim Kochen regionaler Gerichte sollte sich jeder Koch an die im Rezept genannten Gewürze halten und auf Experimente verzichtet. So verträgt sich zum Beispiel so manches Gericht aus dem hohen Norden nicht mit Knoblauch oder Basilikum. Wer als Hobbykoch dennoch nicht darauf verzichten möchte, eigene Gerichte zu entwerfen, sollte sich im Vorfeld damit beschäftigen, welche Gewürzmischung sich am besten für die Eigenkreationen eignet.


4.1 Die Basis – Salz und Pfeffer

Salz und Pfeffer gehören in jeder Küche zur Grundausstattung und sind die Basis vieler verschiedener Gerichte. In fast allen Rezepten spielen beide eine wesentliche Rolle und ohne sie kommt kein echter Hobbykoch aus. Ohne Salz schmeckt jede Mahlzeit fade und ohne Pfeffer fehlt ihr die nötige Schärfe.

Beim Würzen sollte immer darauf geachtet werden, dass Jodsalz verwendet wird, da in unseren Breiten häufig Jodmangel herrscht. Aber damit sollte trotz allem vorsichtig umgegangen werden, denn nicht immer wird jodiertes Speisesalz gut vertragen. Zuviel Salz kann sich dahingehend negativ auswirken, dass es zum einen den Eigengeschmack der Speisen überdeckt und zum anderen den Blutdruck nach oben treiben kann. Eine grobe Faustregel besagt, dass circa 6 Gramm pro Tag als ausreichend gelten. Diese Menge wird in der Regel schnell erreicht. Darum sollte Salz immer in Maßen verwendet werden.

Speziell bei Pfeffer wirkt sich die Art auf das Aroma und den Geschmack aus. Weißer Pfeffer ist wesentlich milder als die schwarze Variante und eignet sich hervorragend für die Zubereitung einer hellen Sauce. Oft liest man in Rezepten von frisch gemahlenem Pfeffer. Aus diesem Grund lohnt sich die Anschaffung einer Pfeffermühle. Um eine dunkle Bratensauce abzuschmecken, sollte eher schwarzer Pfeffer verwendet werden, da er Speisen eine wesentlich ausgeprägtere Schärfe verleiht. Die Krönung bilden Cayennepfeffer und Chili, die nicht nur als Gewürz dienen, sondern auch als Heilmittel in der Naturmedizin Anwendung finden.


4.2 Basilikum, Curry und Co – die Vielfalt der Natur nutzen

Neben den Grundgewürzen Salz und Pfeffer macht aber erst die richtige Mischung verschiedener Zutaten ein gelungenes Essen aus. Gerade für die Zubereitung exotischer Gerichte ist zum Beispiel die Zugabe von Curry unentbehrlich und mexikanische Speisen kommen nicht ohne Chili aus. Je nach der gewünschten Geschmacksrichtung sollten aber nur bestimmte Gewürze miteinander kombiniert werden.

Für ein besonders leckeres Fischgericht sollten zum Beispiel Dill, Schnittlauch oder Zitrone verwendet werden. Ergänzend bieten sich Kapern, Sherry und Ingwer an, mit denen man einem einfachen Fischfilet ein ganz besonderer Geschmack verleihen kann. Alle Freunde und Fans der mediterranen Küche sollten immer etwas Basilikum, Koriander und Rosmarin vorrätig haben. Mit diesen Gewürzen lassen sich selbst einfache Pastagerichte in ein besonderes Geschmackserlebnis verwandeln. Leckere Desserts erhalten mit etwas Zimt oder Vanille ein ganz spezielles Aroma und werden sicher jeden Koch begeistern.

Natürlich ist es für Neulinge immer schwierig, gerade am Anfang die richtige Menge einzuschätzen, was das Gelingen der Rezepte nicht sonderlich einfach macht. Aus diesem Grund sollte immer in kleinen Schritten gewürzt werden. Anfänglich kann man sich immer noch an die im Rezept angegebenen Mengen halten, aber mit einiger Erfahrung wird es sicher nach einiger Zeit leicht fallen, dass richtige Maß auch ohne einen Teelöffel zu finden.


5. Wichtig zum Gelingen - die Soße

Zu einem richtig guten Essen gehört immer auch die passende Soße. Doch wie wird diese cremig und lecker? Gerade für Kochanfänger ist diese Frage von besonders großer Bedeutung. Sicher wird so mancher Neuling versucht sein, die Soße für den einen oder anderen Braten einfach mit Hilfe einer fertigen Mischung zuzubereiten. Natürlich spricht nichts gegen, denn spart ein solches Vorgehen nicht nur Arbeit, sondern auch sehr viel Zeit. Aber jeder echte Hobbykoch wird seine Soße immer noch selbst zubereiten. Schließlich schmeckt diese Sauce weitaus besser und man kennt alle Zutaten. Allerdings ist es bei der Zubereitung besonders wichtig, dass genau auf die Mengenangaben der einzelnen Zutaten geachtet wird.

Zwar kann fast jede Panne wieder behoben werden, aber auch hier wartet so manche Falle auf einen Kochanfänger. Während der Zubereitung des Gerichts entsteht in der Regel ein leckerer Fond, auf dessen Grundlage sich hervorragende Saucen herstellen lassen. Zu diesem Soßenfond einfach die gewünschten Zutaten hinzugeben und mit Gewürzen abschmecken. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, falls die Soße noch weiter eingedickt werden soll, jedes Gewürz in der verbleibenden Flüssigkeit angereichert wird, sich der Geschmack der Gewürze also konzentriert. Aus diesem Grund sollte jede Sauce immer erst kurz vor dem Servieren abgeschmeckt werden.


5.1 Wie wird meine Soße cremig?

Die Krönung eines leckeren Fleisch- oder Fischgerichtes ist immer eine cremige Sauce. Was also tun, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Die wohl einfachste Methode, eine Flüssigkeit einzudicken, ist das Einkochen. Dabei lässt man die Sauce einfach noch einige Minuten weiterkochen, bis sie durch den entstehenden Dampf ausreichend reduziert ist. Besonders bei Schmorsoßen wird diese Methode angewendet.

Die Zubereitung einer Mehlschwitze ist eine weitere Möglichkeit, Saucen eine cremige Konsistenz zu verleihen. Hierzu einfach einen Esslöffel Butter in einer Pfanne soweit erhitzen, bis sie eine goldbraune Farbe hat und solange Wasser unterrühren, bis die Flüssigkeit eine leicht cremige Beschaffenheit annimmt. Anschließend einfach in kleinen Mengen unter die Sauce mischen.

Ähnlich einem Soßenbinder auf Stärkebasis können Eier und Milch verwendet werden, um eine Bratensoße einzudicken. Hierzu wird ein Ei mit der Milch vermischt und unter die nicht mehr kochende Flüssigkeit gegeben. Dabei sollte darauf geachtet werden, die Sauce nicht noch einmal aufkochen zu lassen, da ansonsten das Ei gerinnt und sich in Form kleiner Flocken von der Soße trennt.

Zu Großmutters Zeiten wurde vor allem Stärke als Soßenbinder verwendet. Einfach etwas Mehl mit Wasser vermischen und solange unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Natürlich kann auch auf einen Soßenbinder aus dem Supermarkt zurückgegriffen werden. Bei diesen Produkten wird meist eine sehr feinkörnige Stärke verwendet. Allerdings bei der Verwendung immer auf eine portionsweise Zugabe achten, denn zu viel Soßenbinder hat einen zähen Brei zur Folge.


5.2 Die Soße richtig würzen

Wie bei jeder Beilage oder der Hauptkomponente eines Gerichtes ist es auch bei einer Soße wichtig, sie richtig zu würzen. Aber hier ist es besonders schwierig, das richtige Maß zu finden. Denn durch die verschiedenen Arbeitsschritte kann es vorkommen, dass eine geringe Menge Salz oder Pfeffer weitreichende Auswirkungen hat. Wird eine Soße beispielsweise vor dem Einkochen gepfeffert und gesalzen, so kann es vorkommen, dass die Aromen zu stark konzentriert werden und das Ergebnis sehr intensiv schmeckt. Um dies zu verhindern, sollte immer erst zum Schluss gewürzt werden. Was für die Basisgewürze gilt, sollte auch bei vielen anderen Gewürzen angewendet werden.

Häufig verlieren Soßen durch eine zu lange Kochdauer ihren Aromen und Inhaltsstoffe, was dem Geschmack schadet und die Soße fade und unbekömmlich macht. Allerdings gibt es natürlich auch Ausnahmen, denn in manchen Fällen dauert es eine Weile, bis sich die Inhaltsstoffe aus den Pflanzenteilen lösen und der Soße ihren typischen Geschmack verleihen. Wer sich als Anfänger nicht traut, eine eigene Würzmischung herzustellen, kann auch auf eine fertige Kombination verschiedener Gewürze zurückgreifen. Dabei sollten aber stets die Verwendungshinweise beachtet werden. Und tritt trotz aller Vorsicht einmal der Fall ein, dass eine Sauce ungenießbar wird, hilft als eiserne Reserve eine Packung fertiges Soßenpulver weiter.


6. Pannen – was nun?

Gerade Kochanfängern unterlaufen trotz aller Vorbereitung und ihrer großzügigen Zeitplanung immer wieder schwerwiegende Pannen. Die Palette reicht von der versalzenen Soße bis hin zu verbrannten Beilagen und verkochter Pasta. In der Regel sind es genau diese Momente, in denen Panik ausbricht und die Küche im Chaos versinkt. Dabei heißt es auch bei einer Panne – Ruhe bewahren. Denn nichts ist schlimmer als das hektische Vermischen unterschiedlicher Zutaten, um die Soße wenigstens im Ansatz zu retten. Dabei existieren für einen großen Teil der Pannen einfache Hausmittel.

Einer versalzenen Suppe kann relativ schnell geholfen werden. Einfach die Flüssigkeitsmenge erhöhen und schon schmecken die Gäste nichts mehr von dem kleinen Missgeschick. Die Menge der anderen Zutaten muss in diesem Fall aber ebenfalls erhöht werden. Bei zu viel Salz auf Fleischstücken kann Honig den Schaden begrenzen und verleiht dem Braten zusätzlich eine angenehme Süße.

Bei einer zu dünn geratenen Soße hilft es bereits, wenn sie einfach wenige Minuten weiter köchelt und so langsam reduziert wird. In schweren Fällen einfach etwas Soßenbinder dazugeben und sie auf diesem Wege eindicken. Bei der Dosierung allerdings die entsprechende Vorsicht walten lassen, denn sonst wird aus der dünnen Soße schnell ein zäher Brei.

Gerade durch Zutaten, welche bereits einen hohen Anteil Fett enthalten, können unschöne Fettaugen auf der Oberfläche einer Sauce entstehen. Hier kann man sich mit einem sehr einfachen Rezept behelfen. Einfach die Temperatur reduzieren, zum Beispiel durch Eiswürfel in einer sauberen Plastiktüte und die erstarrten Fettaugen abschöpfen. Hat man den Garzeitpunkt der Gemüsebeilage verpasst, so hilft Improvisation und Kreativität. Einfach ein Püree zubereiten und das Gemüse unterrühren. Oder gleich Reis mit etwas Gemüsebrühe sowie Zwiebel zubereiten und das Ganze als ein Gemüse-Risotto ausgeben.


7. Einfache Gerichte zum Nachkochen und Ausprobieren

Alle theoretischen Tipps, Tricks und Kniffe erfahrener Hobbyköche nützen wenig, wenn man nicht selbst eines Tages den ersten Schritt wagt und sich an die Zubereitung eines Gerichtes wagt. Natürlich sollte sich jeder Anfänger als erstes nur an Rezepte wagen, die keine zu große Herausforderung darstellen. Zwar ist es sicher für jeden Koch eine Genugtuung, auch anspruchsvolle Gerichte gelingen zu lassen, aber wer sich zu viel zutraut, wird schnell von Pannen und kleinen oder großen Missgeschicken verfolgt werden.

Besonders Nudel- und Gemüsegerichte eignen sich für die ersten Schritte im Umgang mit Töpfen und Pfannen, da sie in der Regel ohne viel Zutaten und komplizierte Kochmethoden auskommen. Allerdings gelten auch bei diesen einfachen und schnellen Gerichten einige Grundregeln, ohne die kein Koch auskommt. So sollten die Gewürze nur sparsam und in kleinen Mengen dazu gegeben werden, da gerade Neulinge über wenig Erfahrung im Umgang mit ihnen verfügen.

Soßen sollten immer wieder abgeschmeckt werden, um sicher zu gehen, dass man sie nicht bereits überwürzt hat. Speziell wenn die zubereiteten Mengen von der Rezeptur abweichen, sollte mit besonders viel Sorgfalt abgeschmeckt werden.

Beim Kochen von Pastagerichten sollte darauf geachtet werden, dass die Nudeln solange gekocht werden, bis sie bissfest sind. Sie sollten außen weich und innen einen noch festeren Kern haben, da Pasta in der Soße noch einige Minuten zieht und zusätzlich Flüssigkeit aufnimmt. Entgegen der weit verbreiteten Meinung gehört kein Öl in das Kochwasser, da sich sonst ein öliger Film auf der Oberfläche bildet und hierrunter die aromatische Verbindung von Nudel und Soße leidet.


7.1 Gefüllte Tomaten

Dieses Gericht besticht durch seine einfache Zubereitung und ein wenig Orangensaft verleihen ihm eine besondere Note. Bei der Auswahl der Tomaten sollte darauf geachtet werden, dass sie möglichst groß sein sollten, am besten eignen sich Fleischtomaten. Diese werden gewaschen, ein kleiner Deckel ausgeschnitten und das Innere mit einem Teelöffel entfernt. Auf die Öffnung gestellt können sie im Anschluss auf etwas Küchenpapier gut abtropfen.

In der Zwischenzeit kann an der Füllung arbeiten. Hierzu rund ein halbes Kilogramm Spinat sorgfältig waschen, in Salzwasser blanchieren und grob zerkleinern. Anschließend zwei Schalotten schälen und hacken, 100 Gramm gekochten Schinken sowie die Deckel der Tomaten würfeln sowie einige Blätter Zitronenmelisse waschen und in Streifen schneiden.

Zwei Esslöffel Butter in einer Pfanne zerlassen, 50 Gramm Pinienkerne darin braten, die Schalotten sowie den Schinken hinzugeben. Als letztes den Spinat, etwas abgeriebene Schale und den Saft einer unbehandelten Orange verrühren, die Zitronenmelisse nebst den Tomatenwürfeln dazugeben. Die fertige Füllung mit einer Prise Salz und Pfeffer noch einmal abschmecken. In jede der Tomaten einen Teil der Füllung verteilen, diese in eine dünn mit Butter bestrichene Auflaufform legen und jede einzelne Tomate vor dem Backen noch kurz mit einem Schuss Olivenöl beträufeln.

Der Backofen sollte auf 190°Celsius vorgeheizt und die Tomaten für 20 Minuten darin gebacken werden. Sie eignen sich hervorragend als kleiner Party-Snack oder können als Vorspeise eines Mehrgang-Menüs gereicht werden. Dienen die gefüllten Tomaten als Vorspeise, darf eine passenden Hauptspeise nicht fehlen.


7.2 Zitronenhuhn mit Safranreis

Das Aroma dieses Gerichtes ist wirklich etwas Besonderes und schon die Zubereitung macht Appetit auf mehr. Das Zitronenhuhn entführt den Genießer auf eine Reise durch die Länder des Mittelmeeres. Wichtiger Bestandteil ist die Marinade, welche auch zuerst vorbereitet werden sollte. Hierzu jeweils die Schale einer halben unbehandelten Zitrone und Orange in sehr feine Streifen schneiden, eine grüne Chilischote der Länge nach halbieren, das Innere entfernen und die Hälften ebenfalls in dünne Streifen schneiden.

Weiterhin eine Knoblauchzehe und etwa 20 Gramm Schalotte fein hacken. Den Saft einer ganzen Orange, einen Teelöffel Zitronensaft, einen kräftigen Schuss Olivenöl sowie die Streifen der Chili, Orange und Zitrone in eine große Schale geben. Den Knoblauch und die Schalotte dazugeben, alles noch einmal kräftig miteinander verrühren. In dieser Marinade nun vier Hähnchenbrüste über Nacht einlegen und im Kühlschrank ziehen lassen.

Den kräftigen Geschmack und das scharfe Aroma erhält das Gericht durch eine Pfeffersauce. Vier rote Chilischoten werden dafür wieder halbiert und die Kerne entfernt. Anschließend die Hälften bei 200°Celsius im Backofen rösten. In der Zwischenzeit können die anderen Zutaten vorbereitet werden. Dazu 150 Gramm Tomaten häuten und das Kerngehäuse entfernen. Danach das Fruchtfleisch würfeln, sowie 60 g Zwiebeln und eine Knoblauchzehen schälen, hacken und alle Zutaten zusammen mit den gerösteten Chilischoten in einem Mixer zerkleinern. Die Sauce mit Öl, Essig verrühren und abschmecken.

Nach dem Durchziehen die Hähnchenbrüste aus der Marinade nehmen, salzen und pfeffern. In einer Pfanne 1 ½ Esslöffel Butter zergehen lassen, das Hähnchenfleisch anbraten, bis es von beiden Seiten knusprig ist und in einer feuerfesten Form bei 220°Celsius 10 bis 15 Minuten durchgaren lassen. In regelmäßigen Abständen mit dem Rest der Marinade bestreichen.

Währenddessen kann der Safranreis zubereitet werden. In einem Topf etwas Butter zerlassen und 70 Gramm Zwiebeln sowie eine halbe Knoblauchzehe hacken. Beides in der Butter anschwitzen, etwa 250 g Reis zufügen und solange anschwitzen, bis dieser glasig wird. Alles mit 50 ml Wein ablöschen, einkochen lassen und von Zeit zu Zeit Hühnerbrühe dazu geben. Der Reis sollte immer etwas mit Flüssigkeit bedeckt sein. Als letztes den Inhalt einer Dose Safran zufügen und den Reis etwa 20 Minuten weiter köcheln lassen.

Die Hähnchenbrust auf einem Teller anrichten, mit der Pfeffersauce bestreichen und mit dem Safranreis sowie schwarzen Oliven als Beilage servieren.


7.3 Ein besonderes Gericht – das Paprikahuhn

Mit dieser Spezialität aus der spanischen Küche wird jeder Hobbykoch sich selbst und Freunde oder Bekannte verzaubern. Für die Zubereitung sollten eine Poularde, 400 Gramm Paprika, etwa 250 Gramm Tomaten, eine rote Chilischote, rund 100 Gramm Zwiebeln, zwei Knoblauchzehen, mindestens 200 g geräucherter Schinken und 125 ml Geflügelbrühe eingeplant werden. Als Gewürz sollten Salz, Pfeffer, süßes Paprikapulver, Olivenöl und etwa ein Esslöffel gehackte Petersilie bereit stehen.

Im ersten Schritt das Huhn von allen Seiten waschen, in acht gleich große Teile zerlegen und mit Salz, Pfeffer sowie Paprikapulver einreiben. Die frische Paprika häuten, der Länge nach halbieren und das Innere entfernen. Anschließend die Schoten würfeln und beiseite stellen. Mit den Tomaten wird in gleicher Weise verfahren, nur das bei diesen das Häuten wesentlich einfacher vor sich geht. Den Knoblauch und die Zwiebeln schälen, die Chilischote halbieren und die Samen entfernen und alles fein hacken. Als letztes den Schinken erst in Streifen und dann Würfel schneiden.

In einer großen Pfanne zwei Esslöffel Olivenöl erhitzen und das Hähnchen zuerst von der Hautseite und dann ringsherum von allen Seiten braten. Zwiebeln, Knoblauch und die Schinkenwürfel dazu geben, um diese zusammen mit dem Fleisch solange zu braten, bis die Zwiebel eine goldgelbe Farbe angenommen hat.

Anschließend die Poulardenstücke aus der Pfanne nehmen und in einer Schale aufbewahren. Dafür die restlichen Zutaten und den Gemüsefond in die Pfanne verrühren, alles mit Salz und Pfeffer noch einmal abschmecken, 10 Minuten weiterkochen lassen und das Hähnchenfleisch wieder in die Pfanne geben. Vor dem Servieren noch einmal für eine Viertelstunde köcheln lassen. Um diesem Gericht ein rustikales Flair zu verleihen einfach in der Pfanne anrichten.